Zwischenräume
Ein Ort für Literatur im Dazwischen
Die Anna kam eines morgens sehr leise in meinen Halbschlaf. Ohne Fordern. Ohne Drängen. Aber mit dieser ruhigen Art vom Lauschen auf Zwischentöne. Die Blicke, die ausweichen, weil schmerzhafte Wunden berührt sind. Das ruhige Lächeln, das den Schmerz nicht zurückschiebt – er ist nicht vergessen. Sie erlaubt ihm nicht, sie zu überwältigen. Im Leisen liegt eine ungeheure Kraft.
Miniaturen sind mein Herz. Essays sind meine Nachbarn.
Stimmen sind meine Fenster. Fäden sind meine Fundstücke.
Die Seite ist größer als eine Form — aber kleiner als ein Magazin. Sie ist ein Raum. Ein Raum für Texte, die sonst keinen Ort finden.
Für Stimmen, die im Dazwischen schreiben.
→ Der Literaturraum, Texte, die Räume öffnen
→ Der Resonanzraum, Miniaturen einer überforderten Gesellschaft
→ Der Raum der Stimmen, Autorinnen und Autoren im Gespräch mit sich selbst
→ Der Raum der Fundstücke, Fragmente, die bleiben