Der Raum der Stimmen

 

Autorinnen und Autoren sprechen über ihre Arbeit.

Kleine Selbstbeschreibungen. Notizen aus dem Prozess. Miniaturen über das Schreiben.
Kurze Reflexionen. Ein Raum der Nähe.

 

 

Miniaturen halten einen Moment fest.
Sie erklären nichts.
Sie öffnen kleine Räume, in denen Zeit anders fließt.


Manchmal entsteht zwischen zwei Menschen ein Raum, der aus allem besteht, was nicht gesagt wurde.
Es sind keine Geheimnisse, eher verschluckte Atemzüge, die schwerer werden, je länger sie im Körper bleiben.

Es gibt Blicke, die ausweichen, nicht aus Schüchternheit, sondern aus Erfahrung.

Manche Stimmen werden leiser, weil sie gelernt haben, dass Lautsein Folgen haben kann.

Manchmal ist Vorsicht kein Charakterzug, sondern ein Erbe.

Zwischen zwei Zeiten liegt oft nur ein Atemzug — aber er kann ein Leben lang dauern.

Vielleicht beginnt Zukunft dort, wo jemand den Mut findet, einen Satz zu beginnen, den vorher niemand aussprach.

 

 

 

 

 

 

Der Raum der Fundstücke